FM Meinl-Reisinger startet Kampagne für österreichische UN-Sicherheitsratskandidatur in New York

Die österreichische Aussenministerin Beate Meinl-Reisinger.
Foto: Michael Gruber

Für die Sicherheit des Gesetzes und nicht für das Gesetz des Stärkeren!

Am 24. März 2025 rief Aussenministerin Beate Meinl-Reisinger in New York dazu auf, die regelbasierte internationale Ordnung im UN-Sicherheitsrat aufrechtzuerhalten und startete offiziell die österreichische Kampagne für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für den Zeitraum 2027/2028.

"Für Länder von der Größe Österreichs wäre es besonders gefährlich, wenn sich auf internationaler Ebene das Gesetz des Dschungels gegenüber der Sicherheit des Rechts durchsetzen würde. Als Außenministerin frage ich mich: Wo können wir Verantwortung übernehmen, um den Frieden, die liberale Demokratie und damit unsere Sicherheit zu stärken? Daher auch unsere Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat. Dieses Engagement ist sicherlich von Patriotismus motiviert. Als kleineres Land können wir so in der Welt der Supermächte mehr erreichen", sagte Aussenministerin Meinl-Reisinger.

Das Engagement für die regelbasierte internationale Ordnung und das Völkerrecht war schon immer ein Eckpfeiler der österreichischen Außenpolitik. Nach drei erfolgreichen Amtszeiten als Mitglied des UN-Sicherheitsrats kandidiert Österreich bei den Wahlen im Jahr 2026 erneut für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für den Zeitraum 2027/2028. Die innenpolitische Kampagne wird von dem erfahrenen Diplomaten Jan Kickert koordiniert, der u.a. als Ständiger Vertreter Österreichs bei den Vereinten Nationen in New York tätig war.

Aussenministerin Meinl-Reisinger nahm an der offenen Debatte im UN-Sicherheitsrat zum Thema "Advancing Adaptability in UN Peace Operations - Responding to New Realities" teil. Darüber hinaus führte sie bilaterale Arbeitstreffen mit UN-Generalsekretär António Guterres und ihrem Amtskollegen Lars Løkke Rasmussen aus Dänemark, einem der derzeitigen nicht-ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, durch. Im Mittelpunkt standen die aktuellen geopolitischen Herausforderungen, insbesondere die Ukraine und die Unterstützung für einen umfassenden, gerechten und nachhaltigen Frieden, sowie die Lage im Nahen Osten. Aussenministerin Meinl-Reisinger betonte auch die Bedeutung von Sicherheit und Stabilität auf dem westlichen Balkan.

"Leider steht die UNO derzeit besonders unter Druck. Doch zum 70. Jahrestag unserer UN-Mitgliedschaft ist für Österreich eines klar: Die regelbasierte internationale Ordnung mit der UNO als Kernstück ist entscheidend für unsere Sicherheit und Teil unserer DNA. Das Herz für Partnerschaften, Dialog und Vertrauen als die Grundwerte eines effektiven Multilateralismus schlägt nicht nur in New York, sondern auch in Wien", erklärte Aussenministerin Meinl-Reisinger.

Die Außenministerin traf auch Rabbiner Arthur Schneier, einen Überlebenden des Holocaust, Gründer und Präsident der Stiftung Appeal of Conscience (1965) und renommiertes geistliches Oberhaupt der New Yorker Park East Synagoge, wo sie das starke Engagement Österreichs im Kampf gegen alle Formen von Antisemitismus bekräftigte.

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