Evelyn Torton Beck floh im Alter von fünf Jahren mit ihrer Familie aus Österreich und entwickelte sich in den Vereinigten Staaten zu einer wegweisenden Wissenschaftlerin im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung. Im Laufe ihrer herausragenden Karriere hat sie durch ihre Lehrtätigkeit, ihre Schriften und ihr öffentliches Engagement Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung bekämpft. Ihre Arbeit schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst, was sich in Publikationen wie „Nice Jewish Girls: A Lesbian Anthology“ und ihrer Forschung zur heilenden Kraft der Kunst im Leben von Franz Kafka und Frida Kahlo widerspiegelt. Ihr Buch „Kafka and the Yiddish Theater: Its Impact on his Work“ hat zudem die Kafka-Forschung grundlegend verändert.
Der Dokumentarfilm „Never in My Wildest Dreams“ zeichnet Becks Lebensweg nach – von einem Flüchtlingskind auf der Flucht aus dem nationalsozialistischen Österreich bis hin zu einer international anerkannten Wissenschaftlerin, Autorin und Verfechterin sozialer Gerechtigkeit. Der Film, der 2021 anlässlich ihrer Ehrendoktorwürde an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien produziert wurde, beleuchtet ihr lebenslanges Engagement für den Aufbau einer besseren Welt. Geleitet von ihrem Motto „Ich lebe, um etwas Positives zu geben“ inspiriert Beck weiterhin durch ihre Arbeit in den Bereichen kreatives Altern, Bildung und Sacred Circle Dance.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Fragerunde mit Evelyn Torton Beck statt.
Der Film ist auf Deutsch mit englischen Untertiteln.
Wann: 16. Juni 2026 | 19:00 Uhr
Ort: Österreichische Botschaft, 3524 International Court, Washington DC, 20008