Die österreichische Marshall-Plan-Stiftung bietet US-Studierenden neue Möglichkeiten
Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Vereinigten Staaten von Amerika hat die Österreichische Marshall-Plan-Stiftung eine neue Sonderausschreibung mit dem Titel „Independence 250“ gestartet. Ziel ist es, Stipendien für Studierende aus den Vereinigten Staaten zu vergeben, um junge Talente zu fördern, internationale Netzwerke zu stärken und die langfristige Zusammenarbeit zwischen österreichischen und amerikanischen akademischen Einrichtungen weiter zu vertiefen. „Independence 250“ bietet Raum für neue Ideen, gemeinsame Projekte und nachhaltige Partnerschaften als Zeichen des Engagements für die transatlantische Zusammenarbeit. Die Bewerbungsfrist läuft ab sofort bis zum 30. September 2026; der früheste Studienbeginn an der Gastuniversität in Österreich ist der 4. Januar 2027.
Für weitere Informationen und zur Bewerbung um diese Stipendien klicken Sie bitte hier.
Über die Österreichische Marshall-Plan-Stiftung: Ein Vermächtnis transatlantischen Wissenstransfers
Während das historische Europäische Wiederaufbauprogramm (ERP) – allgemein bekannt als Marshallplan– in erster Linie als eine bahnbrechende geopolitische Initiative des 20. Jahrhunderts für den Wiederaufbau nach dem Krieg in Erinnerung geblieben ist, hat sich sein zeitgenössischer Einfluss in Österreich von der physischen Infrastruktur hin zum intellektuellen Kapital verlagert. Die ÖsterreichischeMarshallplan-Jubiläumsstiftung fungiert als institutioneller Nachfolger dieses Erbes und ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich der Förderung akademischer Exzellenz und der transatlantischen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Österreich und den Vereinigten Staaten widmet.
Die Stiftung wurde im Jahr 2000 anlässlich des 50. Jahrestags des Marshall-Plans gegründet und durch den österreichischen ERP-Fonds finanziert. Im Gegensatz zur ursprünglichen Initiative von 1947, deren Schwerpunkt auf der Stabilisierung der Industrie und der Lieferung lebenswichtiger Güter lag, konzentriert sich das Mandat der Stiftung auf das „zweite Leben“ des Marshall-Plans: die Förderung des bilateralen Wissenstransfers zwischen den Vereinigten Staaten und Österreich; sie handelt in der Überzeugung, dass die nachhaltigste Form der internationalen Zusammenarbeit der Austausch von Fachwissen und innovativer Forschung ist.
Das Herzstück der Aktivitäten der Stiftung bildet ihr umfangreiches Stipendienprogramm, das hochrangige Forschungsaustausche für fortgeschrittene Studierende ermöglicht. Diese Marshall-Plan-Stipendien werden gezielt an Studierende der „MINT“-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie der Sozialwissenschaften vergeben. Sie fördern Forschungsaufenthalte an renommierten amerikanischen und österreichischen Einrichtungen und bieten jungen Wissenschaftlern die finanziellen Voraussetzungen, um sich an Forschungs- und Kooperationsprojekten zu beteiligen, die von internationaler Laborarbeit bis hin zu Archivforschung reichen. Bis heute hat die Stiftung über 1.300 Forschungsstipendien vergeben.
Darüber hinaus fördert die Stiftung Konferenzen und Publikationen; sie unterhält eine Vertretung am Austrian Marshall Plan Center for European Studies an der University of New Orleans und pflegt zudem eine enge Partnerschaft mit dem Austrian Studies Program an der University of California, Berkeley.