Burgruine Dürnstein
Burgruine Dürnstein mit Blick auf das Donautal © Österreich Werbung / Andreas Tischler
In der #AustrianExplorer- Ausgabe dieser Woche schließen wir die erste Runde der Serie mit einem Ausflug nach #Dürnstein im neunten Bundesland Österreichs, #Niederösterreich, ab. Dürnstein liegt in der #Wachau, einem Abschnitt des Donautals, der von der #UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesen wurde, und ist bekannt für seine #Weinberge, das ikonische, blaue Stift Dürnstein und die Ruine der Burg Dürnstein, die die Stadt unter sich überragt.
Tatsächlich leitet sich der Name der Stadt von der Burg ab, die nach dem „trockenen Stein“ (deutsch dürr + Stein) benannt wurde, auf dem sie um 1150 erbaut wurde. Dürnstein ist wohl nach wie vor am bekanntesten für das Ereignis, das sich etwa 42 Jahre später, im Jahr 1192, zutrug, als König Richard von England, der Löwenherz, auf seiner Rückkehr vom Dritten Kreuzzug von Herzog Leopold V. von Österreich gefangen genommen wurde. Herzog Leopold V. hielt König Richard vier Monate lang in der Burg Dürnstein gefangen, wofür Leopold V. später von Papst Coelestin III. exkommuniziert wurde, da er einen Mitkreuzritter inhaftiert hatte.
Nebenbei bemerkt: Ja, das ist derselbe Leopold V., dem die Schaffung der rot-weiß-roten Flagge Österreichs zugeschrieben wird. Der Legende nach trug er in der Schlacht bei der Belagerung von Akkon einen weißen Waffenrock mit Gürtel. Das Tragen von Weiß in einer mittelalterlichen Schlacht war wahrscheinlich nicht die beste Wahl, da die Tunika anschließend bis auf den Teil, der vom Gürtel bedeckt war, völlig blutverschmiert war. So wurde das rot-weiß-rote Banner Österreichs geboren.
Dürnstein, wie es auf der Rückseite des 100-Schilling-Scheins abgebildet ist, Serie 1950 © Geldmuseum der Österreichischen Nationalbank
Die Belagerung von Akkon war auch der Schauplatz des Grolls von Leopold V. gegen König Richard I. Angeblich warf der Löwenherzige das Banner Leopolds V. von der Stadtmauer, respektierte ihn nicht und war angeblich für die Ermordung seines Cousins Konrad verantwortlich.
Obwohl Leopold V. exkommuniziert wurde, erhielt er für das Lösegeld von Richard I. einen Haufen Silber (45.000 kg), das angeblich ausreichte, um die erste Münze Wiens zu gründen, neue Stadtmauern zu errichten und die Städte Wiener Neustadt und Friedberg in der Steiermark zu gründen.
Ein letzter lustiger Fakt und ein Geschenk von Dürnstein an die Welt: König Richard schrieb die mittelalterliche Ballade Ja nus hons pris, um seine Gefühle der Verlassenheit während seiner Gefangenschaft in #Dürnstein auszudrücken. Es lohnt sich, sie zu lesen.