Die Umwelt

Alles über Österreich

Ca. 2,35 Mrd. m3 Wasser - das entspricht etwa 3 % der Jahresmenge - werden jährlich in dem an Wasserressourcen reichen Land Österreich verbraucht.

Jährlich verbrauchen die österreichischen Haushalte etwa so viel Wasser, wie der Wolfgangsee füllt, genauer gesagt im Durchschnitt 130 Liter pro Kopf und Tag. Fast zwei Drittel des Bedarfs entfallen auf die industrielle Nutzung. Knapp ein Drittel wird für Trinkwasser und rund 5 % für die Landwirtschaft benötigt. Diese Werte sind seit vielen Jahren mehr oder weniger konstant.

Wasser wird aber auch auf viele andere Arten genutzt, zum Beispiel als Energiequelle. Ein Beispiel: Etwa zwei Drittel der inländischen Stromerzeugung erfolgt in Wasserkraftwerken. Auch für den Tourismus ist Wasser zu einem unverzichtbaren Faktor geworden (z. B. Badeseen, Beschneiungsanlagen).

Jeder Österreicher und jede Österreicherin verbraucht täglich etwa 130 Liter Trinkwasser im Haushalt. Die wenigste Menge wird jedoch tatsächlich getrunken, denn das meiste Wasser wird für Reinigungszwecke verwendet. So werden etwa 22% zum Duschen und Baden, 25% für die Toilettenspülung und 10% zum Wäschewaschen verwendet. Im Außenbereich (Pool, Pflanzen, etc.) werden 14% verbraucht. Über die Wasserhähne in Bad, WC und Küche fließen 27% und 2% werden durch den Geschirrspüler verbraucht. 99% des österreichischen Trinkwassers ist Grund- oder Quellwasser. Nur der kleine Rest wird aus Oberflächenwasser wie Seen oder Flüssen gewonnen.

Im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedsstaaten nimmt Österreich beim Trinkwasserverbrauch eine mittlere Position ein. Am sparsamsten ist Frankreich (112 Liter), den Spitzenplatz nimmt Italien ein (213 Liter). Ein indischer Haushalt muss mit 25 Litern pro Person und Tag auskommen, während Washington 631 Liter verbraucht.

130 Liter Trinkwasser pro Tag

AQUATISCHE RESSOURCEN

Wasserverbrauch

Treibhausgase

EMISSIONEN LEICHT GESTIEGEN

Im Jahr 2019 beliefen sich die Treibhausgasemissionen in Österreich auf 79,8 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent (Mt CO2-Äquivalent).

Die Emissionen lagen damit um 1,5 % (1,2 Mio. t) über den Werten von 2018 und um 1,8 % über jenen von 1990 - in Österreich wurde also keine Emissionsreduktion gegenüber 1990 erreicht. Die Hauptgründe für den Anstieg gegenüber 2018 waren insbesondere die gestiegene Stahlproduktion, die erhöhte Stromerzeugung aus Erdgas und der witterungsbedingte Anstieg im Bausektor.

Neben CO2 gelten die Bestimmungen des Klimaschutzgesetzes für fünf weitere Gase, die sich ebenfalls auf unterschiedliche Weise auf die globale Erwärmung auswirken, daher die Umrechnung in CO2-Äquivalente. Die Wirtschaftssektoren, die nicht dem europäischen Emissionshandel (ET) unterliegen, haben im Jahr 2019 rund 50,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Die Emissionen überstiegen die maximale jährliche Emissionszuteilungsmenge um 1,9 Millionen Tonnen, wie es die Europäische Effort Sharing Decision (ESD) und das Klimaschutzgesetz erlauben. Für Unternehmen, die mit Emissionsrechten handeln, gilt bis 2020 ein EU-weites Gesamtziel von -21 % im Vergleich zu 2005, ohne spezifische nationale Ziele. Die Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen (einschließlich des Emissionshandelssystems, ETS) waren im Jahr 2019 die Sektoren Energie und Industrie (43,8%), Verkehr (30,1%), Landwirtschaft (10,2%) und Gebäude (10,2%). Ein großer Teil der Anlagen im Sektor Energie und Industrie (84,5 % im Jahr 2019) fällt unter das EU-Emissionshandelssystem. Gemessen an den nationalen Gesamtemissionen lag der Anteil des Emissionshandelssektors im Jahr 2019 bei 37,0 %.

Jährliche Emissionen: 9 Tonnen pro Österreicher

über dem EU-Durchschnitt (8,1 Tonnen CO2-Äquivalente)

Schutz der Umwelt

Im Jahr 2018 betrugen die nationalen Ausgaben für den Umweltschutz in Österreich 12,5 Milliarden Euro. 5,3 % (rund 0,7 Mrd. €) wurden von der öffentlichen Hand (einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck) finanziert, 6,9 % (knapp 0,9 Mrd. €) kamen von den privaten Haushalten und 87,8 % (10,9 Mrd. €) von den Unternehmen. Wie in den letzten Jahren entfiel der größte Teil der Gesamtausgaben auf die beiden Kernbereiche der Umweltschutzausgaben, nämlich die Abfallwirtschaft und die Abwasserwirtschaft. Die Umweltschutzausgaben des öffentlichen und privaten Sektors stellen einen zentralen Aspekt der ökologischen Aktivitäten einer Volkswirtschaft dar; die Höhe der nationalen Ausgaben hierfür zeigt die wirtschaftliche Bedeutung des Umweltschutzes. Im Jahr 2019 setzten sich diese Einnahmen aus Energiesteuern (ca. 57% des gesamten Ökosteueraufkommens), Verkehrssteuern - 34% des Ökosteueraufkommens stammen aus dem Verkehrssektor - sowie aus Ressourcensteuern (ca. 8%) und Verschmutzungssteuern (ca. 1%) zusammen. Letztere umfassen im Wesentlichen den Beitrag zur Sanierung von Altlasten.

12,5 Milliarden Euro für den Umweltschutz ausgegeben (2018)

9,8 Milliarden Euro an Ökosteuern (2019)